Project leaderEhmke, Timo ( ORCID: 0000-0001-9572-2185); Leiss, Dominik ( ORCID: 0000-0002-1364-9138); Schmidt, Torben ( ORCID: 0000-0001-6579-2115)
WebsiteInternetadresse des Projekts
FundingBundesministeriums für Bildung und Forschung
Content informationIm Rahmen des ZZL-Netzwerks wurde ein kooperativer Ansatz zur Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung umgesetzt, der Forschung und schulische Praxis eng miteinander verbindet. Ausgangspunkt waren zwei Perspektiven: Zum einen standen Anforderungen der Schulen im Vordergrund, etwa im Umgang mit Heterogenität und bei der Umsetzung kompetenzorientierten Unterrichts. Zum anderen wurden universitäre Sichtweisen auf Brüche und mangelnde Passung zwischen den Ausbildungsphasen der Lehrkräftebildung aufgegriffen.
Die inhaltliche Arbeit wurde in vier Bereichen gebündelt: kompetenzorientiertes Unterrichten, Inklusion, Coaching und Mentoring sowie Lehrkräftegesundheit. Neben übergreifender Themen wurden im Handlungsfeld kompetenzorientierter Unterricht auch fachspezifische Schwerpunkte bearbeitet, unter anderem in Deutsch, Englisch, Mathematik, Musik, Naturwissenschaften und Sachunterricht.
Die Bearbeitung dieser Themen fand in neun institutionen- und phasenübergreifend zusammengesetzten Entwicklungsteams statt, in denen Akteur*innen der Lehrkräftebildung (Schulvertreter*innen, Lehrkräfte, Studienseminarleitungen, Forschende, Studierende und Vertreter*innen außerschulischer Bildungseinrichtungen) im Diskurs miteinander Lösungen erarbeiteten.
Vor dem Hintergrund anhaltender Herausforderungen der Theorie-Praxis-Verzahnung in der Lehrkräftebildung richtet sich der Blick auf kooperative Arbeitsformen, in denen schulische Praxis, universitäre Forschung und weitere bildungsnahe Akteur*innen systematisch zusammenwirken. Analysiert werden zentrale Qualitätsmerkmale der Zusammenarbeit, darunter Teilnahmemotivation, Kooperationsqualität, ko-konstruktive Wissensprozesse, wahrgenommene Kompetenzerweiterungen und Zufriedenheit.
Als infrastrukturelles Element des Untersuchungssettings wurde mit Multiview eine videobasierte Umgebung aufgebaut, die multiperspektivische Unterrichtsdokumentationen für Lehre, Forschung und Weiterbildung zugänglich macht. Als Ergebnis wurden zahlreiche Seminarkonzepte, Lehr-Lernbausteine und digitale Werkzeuge entwickelt und in die Lehramtsausbildung integriert. Darüber hinaus entstanden schulische Unterrichtsmaterialien, die als Open Educational Resources veröffentlicht wurden.
Insgesamt liefert der Kontext des ZZL-Netzwerks damit ein geeignetes Feld, um Kooperationen im Sinne von Research-Practice Partnerships empirisch zu untersuchen. Im Vordergrund stehen nicht einzelne Interventionen, sondern die Qualität und Funktion längerfristiger Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg sowie die Indentifizierung der von den Beteiligten wahrgenommenen Erträge der Entwicklungsteamarbeit.
Research designQuasi-Experimental Design
details: Die Untersuchung ist als quantitative Querschnittsstudie angelegt und Teil einer projektbegleitenden Evaluation. Der Ansatz ist überwiegend deskriptiv und analytisch: Einerseits werden Merkmalsausprägungen der Zusammenarbeit beschrieben, andererseits werden Gruppenunterschiede und Zusammenhänge zwischen zentralen Variablen geprüft. Der konzeptionelle Rahmen orientiert sich an Research-Practice Partnerships, also Kooperationen, in denen Wissen gemeinsam entwickelt und Verantwortlichkeiten geteilt werden.
Collection modeSelf-administered Questionnaire: CAWI (Computer Assisted Web Interview)
Geographic coverageGermany (Lower Saxony)
SamplingMixed probability and non-probability sample



